FREIE WÄHLER Sachsen-Vorschlag für bessere Arztversorgung

FREIE WÄHLER Sachsen-Vorschlag für bessere Arztversorgung:
Numerus Clausus lockern und nachgelagerte Studiengebühren mit Erlassregeln
 

Die FREIEN WÄHLER Sachsen sehen mit Sorge die künftige ärztliche Versorgung – vor allem im ländlichen Raum. Durch die Abwanderung von Ärzten ins Ausland reicht die Zahl der ausgebildeten Ärzte an deutschen Hochschulen für Deutschland nicht aus. Die Lage wird sich verschärfen und der Bedarf wird wachsen, weil die Menschen älter werden.
Landesvorsitzender Steffen Große: „Wir sind dafür, die Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium an die Bedarfslage anzupassen und den numerus clausus an den Hochschulen zu lockern.“ Völlig inakzeptabel ist inzwischen der Umfang der Mediziner, die Deutschland verlassen, weil es andernorts bessere (Einkommens)bedingungen gibt (rd. 2.500 – 3.000 Abwanderer pro Jahr lt. Bundesärztekammer bei 9.000-10.000 Absolventen…..rd. 1000 Absolventen wandern direkt nach dem Studium ab). Das belastet auch die Arbeitszeit der Mediziner, die in Deutschland tätig sind und den Mangel abfangen. Selbstredend müssen die Bedingungen auch in Deutschland punktuell verbessert werden, aber das vom Steuerzahler finanzierte teure Medizinstudium muss auch der Allgemeinheit zu Gute kommen.
Große: „Deshalb plädieren wir für nachgelagerte Studiengebühren, die innerhalb von 10 oder 12 Jahren schrittweise erlassen werden, wenn man seinen Arbeitsplatz in Deutschland einnimmt. Wer sich im ländlichen Raum engagiert, soll bereits nach 5 oder 6 Jahren nichts mehr nachträglich fürs Studium bezahlen müssen. Wir nennen es Deutschlandpflichtzeit.“ Mit jedem Studienmonat könnte das fiktive Schuldkonto beispielsweise um 500 Euro wachsen. Die FREIEN WÄHLER setzen jedoch auf das beschriebene Belohnungssystem. Weder beschränkt es den Zugang nach Einkommenssituation, noch belastet es während des Studiums – auch nicht danach, wenn man in Deutschland bleibt.
Große: „Wer unbedingt nach dem Medizinstudium ins Ausland gehen will, kann das nach wie vor. Entweder ohne Zusatzkosten nach der Deutschlandpflicht oder aber bei sofortigem Weggang sind dann eben individuell mindestens 30.000 Euro nachgelagerte Studiengebühren zu kalkulieren.“
Er betont, der Medizinbereich sei bisher der einzige, der zum Wohle der Allgemeinheit gesteuert werden muss. Ansonsten sind die FREIEN WÄHLER nach wie vor strikt gegen Studiengebühren.

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