28.12.2015 – FREIE WÄHLER Sachsen gegen Strukturänderungen im Schulsystem

Landesvize Astrid Beier: "SPD soll Schulgesetznovelle nicht weiter blockieren"

Die FREIEN WÄHLER Sachsen wollen keine strukturellen Änderungen im sächsischen Schulsystem und reagieren damit auf einen Artikel in der  FREIEN PRESSE. Dort hieß es, die SPD halte die geplante Schulgesetznovelle u.a. deshalb auf, weil sie an den Oberschulen noch zusätzlich einen gymnasialen Abschluss ermöglichen wolle. Das Ziel sei eine Gesamtschule.

Die stellvertretende Landesvorsitzende Astrid Beier erklärt: "Die Struktur des sächsischen Schulsystems hat sich bewährt.  Sachsen als Nummer 1 bei PISA und beim Bildungsmonitor profitiert auch von struktureller Kontinuität und wäre geradezu mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man an der Stelle Experimente zulassen würde."

Die Lehrer an den Oberschulen müssten bereits jetzt die Differenzierung für Schüler mit dem Ziel Haupt- und Realschulabschluss sowie künftig noch zunehmend die Inklusion bewältigen. Zusätzlich noch das Abitur, das überfordert die Oberschulen und entwertet die Gymnasien. Beier: "Die sächsische SPD reitet auch in der zweiten Koalition mit der CDU unnötig auf den Schulstrukturen rum. Länder, in denen die SPD das Schulministerium führt, liegen bei Leistungsvergleichen deutlich hinter Sachsen und Bayern. Die SPD soll besser endlich dazu beitragen, die Schulgesetznovelle zur Anhörung freizugeben."

Innerhalb der bestehenden Schulstrukturen können sich die FREIEN WÄHLER nämlich Verbesserungen vorstellen. Dazu gehört u.a. die verbindliche Bildungsempfehlung erst in Klasse 6, der Erhalt des bewährten Förderschulsystems neben der Inklusion, der Ausbau von Ganztagsangeboten und von Schulsozialarbeit, werktägliche Lehrereinstellung und nicht nur zu wenigen Terminen, mehr Lehrerausbildung und das Angebot der Verbeamtung.

Freie Wähler Aktuell

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