FREIE WÄHLER Sachsen begrüßen Diskussion zur Wiedereinführung einer allgemeinen Dienstpflicht

Große: Bundeswehr wehrfähig machen und auf Landesverteidigung konzentrieren

Die FREIEN WÄHLER begrüßen den Vorschlag des Reservistenverbandes, über die Wiedereinführung einer allgemeinen Dienstpflicht mit alternativem Wehrersatzdienst zu diskutieren. Jeder deutsche Bürger – Männer und Frauen – sollte im Falle des Falles an der Verteidigung seines Landes mitwirken können. Ein Grundwehrdienst von 12 bis 15 Monaten zur Vorbereitung ist dafür mehr als sinnvoll. Er kann jungen Menschen neben den Diensten auch Demokratieprinzipien und –vorteile sowie prägende Fähigkeiten und Tugenden fürs Leben vermitteln oder vertiefen.

Wehrersatzdienst könne Dienste bei Wohlfahrts- und Sozialverbänden, bei Naturschutzverbänden, bei der Kriegsgräberfürsorge, bei THW, DRK, Feuerwehr oder bspw. Entwicklungshilfedienste umfassen.

Landesvorsitzender Steffen Große: „Die möglichen Einwände der Unternehmen und der Kammervertretungen muss man aber auch ernst nehmen. Natürlich entzieht man bei einer allgemeinen Dienstpflicht zeitweise Potenzial für die duale Ausbildung beziehungsweise Arbeitskräfte in Unternehmen. Allerdings ist der substanzielle Beitrag zur Verbesserung der Sicherheitslage und der kommunalen Daseinsvorsorge auch nicht zu unterschätzen. Daneben gibt es Effekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bürgerschaftliche Solidarität stärken.“

Wenn im Zuge des Grundwehr- oder Wehrersatzdienstes der eine oder andere Gymnasiast statt Studium doch lieber die berufliche Ausbildung vorzieht, weil ihm eigene Neigungen klarer werden, könne dies Kammern und Unternehmen durchaus zu Unterstützern des Dienstpflicht-Vorschlages machen.

Parallel müsse die Bundeswehr wehrfähig gemacht und auf die Landesverteidigung konzentriert werden.

Große: „Fehlerhafte Gewehre oder Munition, Panzermangel und Hubschrauber, die nicht abheben können, müssen der Vergangenheit angehören. Mehr Geld für eine moderne Ausrüstung ist nötig. Wir halten es außerdem für diskussionswürdig, ob Deutschland seine jungen Männer und Frauen wirklich in Auslandseinsätzen binden muss.“

Eine allgemeine Dienstpflicht bei der Bundeswehr könne den Polizeimangel dämpfen, soll aber keinen Landesfinanz- und Innenminister von der Pflicht, für eine ausreichende Polizeistellenzahl und moderne Polizeiausrüstung zu sorgen, befreien.

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Anlage: Auszug aus der Zeitschrift Loyal 6/2016 des Reservistenverbandes

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