17.05.2016 – FREIE WÄHLER Sachsen sind für ehrliche Schuldebatte

Steffen Große: Wer längeres gemeinsames Lernen will, muss auch längere Schulzeit zum Abitur vertreten

In der Debatte um längeres gemeinsames Lernen wünschen sich die FREIEN WÄHLER Sachsen mehr Ehrlichkeit. Längeres gemeinsames Lernen klingt behütend und schön. Weil die Länder über die Kultusministerkonferenz aber eine Mindestschulzeit (Wochenstundenzahl…etwa 8 Schuljahre) für die Anerkennung des Abiturs – der Hochschulreife – bundesweit fordern, würde der Wechsel zum Gymnasium erst mit Klasse 7 oder 8 bis zu 15 Schuljahre bis zum Abitur bedeuten – also 3 Jahre länger zur Schule gehen als bisher. Das schreckt mehr Schüler vom Abitur ab. Wer hat daran Interesse?

Landesvorsitzender Steffen Große: „Wer längeres gemeinsames Lernen will, muss ehrlicherweise auch deutlich mehr Zeit bis zum Abitur vertreten. Und mehr Schulzeit erfordert auch mehr Lehrer, die bereits jetzt schon fehlen.“

Es stellt sich für die FREIEN WÄHLER ohnehin die Frage, warum ein PISA-Siegerland bzw. die Nr. 1 beim Bildungsmonitoring die Strukturen ändern soll – möglichst nach Ländervorbildern die hinter Sachsen liegen.

Große: „Das Verbesserungspotential im sächsischen Schulsystem steckt nicht in den Strukturen sondern in der Unterfinanzierung. Zu wenig Lehrer, zu viel Unterricht fällt aus. Die Ausbildungs- und Einstellungsbedingungen sowie die Vergütung müssen attraktiver werden.“

Das bewährte Förderschulsystem und wohnortnahe Schulen müssten erhalten bleiben. Die Schulaufsicht ist als Qualitätssicherung zu stärken. Die Bildungsempfehlung neben Klasse 4 müsse konsequent auch in Klasse 6 erfolgen. Voraussetzung ist, dass die Klasse 5 und 6 als Orientierungsstufe gemäß den Vorgaben der Kultusministerkonferenz ausgebaut sind und funktionieren.

Eine vom Land finanzierte Einführung von Tablets ab Klasse 7 ist außerdem überfällig. Sie sparen schwere Schulbücher, Taschen- und Grafikrechner sowie elektronische Wörterbücher ein. Dazu gehört an jede Schule ein Techniker, der auch die Netzpflege übernimmt.

Zudem kann Inklusion nur durch entsprechende finanzielle Unterstützung und bei entsprechenden Rahmenbedingungen gelingen.

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